vandyrk's Blog 2.0

Von nix 'ne Ahnung, aber zu allem eine Meinung

Screenshots für Anfänger

Oktober 10th, 2014

Gestern habe ich eine besonders kreative Art erlebt, wie man zur Verdeutlichung eines Sachverhaltes einen Screenshot einem Support-Ticket beifügen kann:

  1. Drucke den Bildschirminhalt über einen Drucker auf ein Blatt Papier.
  2. Scanne das Blatt mit einem Scanner ein.
  3. Speichere das eingescannte Blatt als PDF.
  4. Füge dieses PDF als Anhang Deiner Mail hinzu.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: man kann zwischen Schritt 1 und 2 handschriftliche Notizen hinzufügen.

Wenn es doch endlich mal entsprechende Werkzeuge für den Rechner gäbe, die einem den Prozess vereinfachen würden…

In diesem Sinne

Tot ziens

Liebling, die haben die Halle geschrumpft

Oktober 9th, 2014

Früher war alles besser. Wie ich diesen Spruch hasse. Noch mehr hasse ich es, wenn dieser Spruch aber der Wahrheit entspricht… Nee, was war das früher ein musikalisches Erlebnis. Da gab es etwas, das irgendwie neu war: Swingmusik mit deutschen Texten, die überwiegend auch sehr humorvoll waren. Präsentiert von einem Sänger, dessen gesangliche Qualitäten überragend sind. Begleitet von einer Band, die virtuos die genialen Arrangements umsetzen konnte. Und da war die KölnArena bis auf den letzten Platz besetzt und tobte, wenn Roger Cicero die Bühne betrat und sein gesamtes musikalische Können zum besten gab. Wo er zeigen konnte, was er alles kann und wo auch seine musikalischen Wurzeln sind, weil es auch viele Jazzelemente in seinen Konzerten gab.

Das ist alles Vergangenheit. Die beiden letzten Alben waren musikalisch alles andere als eine Offenbarung. Aus Swingmusik wurde Allerwelts-Popschlager – Musik, wie sie auch andere Künstler hätten machen können. Nichts Besonderes mehr.

Und trotzdem haben wir nach Jahren uns nochmal in die KölnArena begeben, um Roger Cicero live zu hören. Ausschlaggebend für mich war, dass als Support-Act Gregor Meyle dabei war. Zu diesem Zeitpunkt wußten wir noch nicht, dass in fünf Wochen ein Zusatzkonzert von Gregor Meyle in Köln stattfinden würden, zu dem wir nun Karten haben.

“Liebling, die haben die Halle geschrumpft”

Der “Schock” traf uns, als wir die Halle betraten. Mein erster Gedanke war “Liebling, die haben die Halle geschrumpft”. Irgendwie erschien die sonst so riesige KölnnArena so unwirklich klein. Geradezu winzig. Nach einigen Sekunden der Orientierung wurde auch klar, warum: Die Bühne stand nicht wie gewohnt am Ende der Halle, sondern mittendrin. Dadurch gab es nur zwei Blöcke auf der Geraden und nicht wie sonst vier oder fünf. Unser Platz im Block 218, bei dem normalerweise die Bühne in Briefmarkengröße erschienen würde, bot einen hervorragenden Blick auf das Geschehen, weil es quasi der zweitnächste Block war.

Um 20 Uhr begann dann das Konzert mit der “Vorgruppe” Gregor Meyle. Dieser spielte fünf Stücke, die mich direkt begeisterten. Die Stücke waren sehr abwechslungsreich und reichten vom typischen Singer-Songwriter-Stil bis hin zu Jazzelementen. Dazu eine für die KölnArena guten Sound. Zwar war der Sound auch dieses Mal ein wenig breiig. Man konnte die einzelnen Instrumente nur durch feines Gehör auseinander halten. Aber ich habe auch schon deutlich schlechteren Sound in der KölnArena gehabt. Dazwischen wusste Gregor mit launigen Moderationen die Stimmung aufzulockern. Für mich eine gelungene Vorschau auf das Konzert, das wir in fünf Wochen besuchen werden und das meine Vorfreude darauf immens gesteigert hat.

Nach dem Support-Act dann der nächste Schock. Ich hatte das vor Gregor Meyles Auftritt nicht so wirklich realisiert, aber nun wurde es mir bewusst: nicht nur, dass die nur die halbe KölnArena für das Konzert vorgesehen war. Nein, selbst dieser geringe Platz war nur halb besetzt. Selbst im Innenraum, sonst immer proppevoll, waren auf der rechten Seiten die letzten zehn Reihen komplett leer. Die Blöcke in den Kurven waren noch nicht mal zur Hälfte belegt. Das ganze sah so aus, als hätte Fortuna Köln versucht sein Drittligaspiel gegen Sonnenhof Großasbach ins Rheinenergiestadion zu verlegen. Leerer hätte es da auch nicht sein können.

 

Dieses Bild ist kurz vor Rogers Auftritt entstanden...

Dieses Bild ist kurz vor Rogers Auftritt entstanden…

Um zehn vor neun begann dann das Konzert. An der musikalischen Leistung der Künstler gibt es nichts zu mäkeln. Roger sang gewohnt sicher und brilliant. Die Band wusste auch zu überzeugen. Aber: Der Funke sprang nicht wirklich über. Das lag aber nicht an den Musikern. Es lag einfach an die nichtssagenden Stücke der neueren Generation. Das sind Songs, die auch ein Tim Benzko oder die Gruppe Juli hätte singen können. Nicht dass die Lieder schlecht gewesen sind. Aber es fehlte einfach das musikalisch außergewöhnliche. Auf früheren Konzerten wussten die Musiker die Swingstücke lebendig rüber zu bringen und auch so manche eher jazzige Arrangement – inklusive so mancher genialen Coverversion – kitzelten das musikalische Potential eines Roger Ciceros heraus. Da merkte man, was das für ein begnadeter Sänger er ist. Da konnte er sein komplettes Können bis ins letzte ausreizen und überzeugen. Es ist bezeichnend, dass das Stück, was im ersten Set am meisten zu begeistern wusste, eine Coverversion eines Jazzklassikers was, das seinerzeit auf dem ersten Album war: “Wenn ich den Blues nicht hätt” (Original: Bluesette). Damit wurde quasi ein Orkan in der Arena entfacht – das Publikum ging mit und es kam sowas wie Stimmung auf. Nur um dann diese Stimmung konsequent mit einem neuen Stück wieder zu killen. So richtig deutlich wurde in meinen Augen der Unterschied bei den beiden Stücken der EINEN Zugabe. Zuerst spielte er “Ich atme ein”. Eine Ballade von der CD “Männersachen”. Das war wieder ganz großes Kino: schwierige Passaden wurde mit einer Leichtigkeit weggesungen, als handle es sich um ein Kinderlied und nicht um eine Ballade mit schwierigen Harmonien. Hier konnte Roger sein komplettes Potential ausspielen. Hier konnte er sein Publikum ergreifen und mitreißen. Bei anderen ruhigen Stücken des Abends war das weniger der Fall. Das waren dann einfach nur ruhige Stücke. Sachen, die er auch nachts um drei, wenn ihn gerade geweckt hat, fehlerfrei zu Stande brächte. Das zweite Stück der Zugabe war “Du bist mein Sommer”. Eine Uptempo-Nummer – nett an zu hören. Aber eben genau das: nett! Da hätte genauso gut jemand anders stehen und diese Nummer performen können. Es hätte kaum einen Unterschied gemacht. Das jazzige, das besondere, das unter Beweis stellt, was für ein grandioser Sänger dieser Roger Cicero ist – das fehlte einfach. Und so war dann auch nach etwas mehr als 90 Minuten das Konzert zu Ende. Nach nur EINER Zugabe. Was haben wir früher getobt. Es gab immer zwei Zugaben. Und bei einem Konzert in der KölnArena hat die Halle nach der zweiten Zugabe so vehement eine weitere Zugabe gefordert, dass Roger und die Band rauskamen und die großartige Coverversion von Rio Reisers Klassiker “König von Deutschland” zum Besten gab, obwohl das nicht auf der Setliste stand und was auf keinem Konzert der Beziehungsweise-Tour sonst gespielt wurde. Gestern wurde sich brav nach der ersten Zugabe verabschiedet und das Publikum machte noch nicht mal Anstalten eine weitere Zugabe zu fordern. Es war halt ein netter Abend – mehr aber auch nicht.
Tja, früher war alles besser! ;-)

In diesem Sinne
Tot ziens

Es geht weiter abwärts mit Nokia

August 26th, 2014

Es scheint vor gefühlt 100 Jahren gewesen zu sein, dass eigentlich jeder Mensch ein Nokia-Handy sein eigen nannte. Doch dies ist mittlerweile Vergangenheit. Der ehemalige Marktführer fällt seit Jahren immer weiter gegen Apple und Samsung zuürck und ist nun – wie man bei Heise.de lesen konnte - sogar nur noch die Nummer vier und wurde von Sony überflügelt. Von beiden Herstellen besitzen jeweils etwas mehr als 3 Millionen Deutsche ein Gerät. Es war wohl recht clever, von den Finnen ihre Handysparte an Microsoft abzugeben. Durch das Fokussieren auf Windows Phone und die Lumia-Modellreihe wird sich aus meiner Sicht der Anteil aber nicht signifikant nach oben entwickeln. So verständlich Microsofts Strategie ist, um Windows Phone zu stärken (zumal mittlerweile immer weniger Hersteller dies unterstützen), ich hätte die Asha-Reihe nicht eingedampft, weil solche einfachen Mobiltelefone eine gute Nische bedient hätten, für alle, die keine Smartphones nutzen wollen – solche Leute soll es geben…

Noch arger hat es aber Blackberry getroffen. Der ehemalige Liebling der Geschäftsleute ist mit nur noch 400.000 Geräten quasi in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Nach ich ein paar Monate selber die Vorzüge von Blackberry genießen durfte, kein Wunder.

Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Smartphones-Sony-ueberholt-Nokia-2301406.html

Das Haar in der Suppe

Juli 15th, 2014

Seit Sonntag ist Deutschland (endlich) wieder Fußballweltmeister. In einem spannendem und dramatischen Finale wurde Argentinien durch ein Tor von Mario Götze in der 113. Minute besiegt. Eigentlich wollte ich in aller Ruhe meine Gedanken sammeln und meine persönliche WM-Bilanz ziehen.

Aber bevor ich machen konnte, ereignete sich heute der Feier am Brandenburger Tor, etwas das offenbar – wenn man die Kommentarlage der deutschen Medien betrachtet, schon fast als Skandal betrachten muss. Was ist passiert? Da waren einige wahrscheinlich betrunkene, sicherlich übernächtigte junge Männer, die im Überschwang folgendes zum besten gaben:

Okay, das war vielleicht nicht die intelligenteste und beste Aktion unserer Weltmeister am Brandenburger Tor, aber muss man gleich so eine Welle schlagen für so eine dumme Aktion? Irgendwo las ich auch schon was von wegen rechte Tendenzen… sagt mal geht’s noch? Wenn Bayern 4:0 gegen Dortmund verliert, ist es okay, wenn 90% der Deutschen “Zieht den Bayern die Lederhosen aus!” singen, aber hier bekommen einige Journalisten gleich Schnappatmung. Interessant einige Reaktionen zudiesem Link:

2014-07-15 22_43_31-(1) Bundesliga - Liebe taz. die tageszeitung , lieber SPIEGEL ONLINE,...

Vergessen offenbar, dass mehr als faire und vorbildliche Verhalten der deutschen Mannschaft, als man beim 7:1 gegen Brasilien auf exzessive Jubelszenen verzichtet hat und lieber den deklassierten Gegner getröstet hat. Das war Fairplay und wahrer Sportsgeist at its best. Während man sich in Argentinien diebisch freute, dass sich Neymar schwer verletzt hat, schicke der DFB eine Nachricht durchs Netz, in der man sich auf Deutsch und Portugiesisch für die Gastfreundschaft bedankte und gleichzeitig erklärte, dass man das Gefühl eben noch sehr gut kenne, im eigenen Land bei einer WM auszuscheiden.

Wenn nun die gleichen Spieler mit 2,5 Promille Alkohol und 2 Stunden Schlaf in 36 Stunden, sich über den unterlegenden Gegner lustig machen, ist das sicher nicht die feine englische Art – aber es ist sicher auch kein Zeichen von übertriebenen Überlegenheitsdenken und aufkeimenden Nationalismus. Etwas, das man bei einer Mannschaft, wo jeder Vierte “Migrationshintergrund” hat, sowieso nicht unterstellen kann. Aber nein: es wird direkt das Bild des häßlichen Deutschen wieder aus der Schublade geholt. Oder wie es die FAZ schreibt:

Die Siegesfeier am Brandenburger Tor wird zum gigantischen Eigentor. Mit einer üblen Persiflage auf ihren Finalgegner verspielen die deutschen Weltmeister das Image der weltoffenen, toleranten Nation.

Ich will gar nicht wissen, was die Anhänger von Nationen singen, wenn sie mal unsere Mannschaft schlagen. Ich glaube nicht, dass die Gesänge in Holland netter gewesen wären, wenn wir ein Endspiel gegen Holland verloren hätten. Aber da wäre keine deutsche Zeitung auf die Idee gekommen, den “häßlichen” Holländer zu beschwören.

Mein Gott, wenn man in Deutschland in der größten Euphorie nix zu meckern findet, ist man echt nicht glücklich…

Dieser Mann wird von allen gemoppt – doch er findet neue Freunde. Das ist echt anrührend!

Juli 4th, 2014

Dieser Mann hat keine Freunde – er wird von allen gemoppt. Keiner möchte mit ihn spielen. Und doch schafft er es, sein Ziel zu erreichen. Und er findet neue Freunde, die ihn nun unterstützen. Lest selber die anrührende Geschichte von Bernd, der sich gegen alle Widerstände durchsetzen konnte. Ihr werdet das nicht glauben.

 

 

Dieser Mann wurde von seinen Freunden im Stich gelassen. Doch er gab nicht auf, kämpfe und machte so ein ganzes Land glücklich.

Juli 3rd, 2014

Es hätte so ein toller Tag werden können für Manuel. Doch leider ließen seine Freunde ihn jämmerlich im Stich. Doch anstatt einfach aufzugeben, riskierte er alles und kämpfte leidenschaftlich. Am Ende mit Erfolg – er machte mit seinem Einsatz ein ganzes Land glücklich. Ein wunderbares Beispiel wie unbedingter Wille Freude und Glück spenden kann. Lies selbst, denn es wird Dir die Tränen in die Augen treiben.

Modernes Mobbing

Juni 29th, 2014

Auf Twitter werden häufig Dinge, die man sieht oder erlebt, auf humorvolle Art und Weise gepostet. Leider vergessen einige dabei ihre gute Erziehung und übersehen, was Tweets für Reaktionen hervorrufen können. Und wenn man dann so ins Klo greift, wie die Journalisten der Augsburger Allgemeinen, ist der Shitstorm ja programmiert…

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Sorry, liebe Augsburger Allgemeinen: das geht gar nicht!!! Das sind genau die Postings, die andere als Vorbild nehmen und so ihre Klassenkameraden öffentlich herabsetzen: “Wenn sowas schon die Zeitungen bei Twitter posten, dann kann ich das doch auch.”

Immerhin hat man sich entschuldigt:

Aber schlimm bleibt das trotzdem!

In diesem Sinne
Tot ziens

Headhunter sind manchmal echt ‘ne Plage

Juni 28th, 2014

Personalvermittler machen ja eigentlich auch nur ihre Arbeit. Und ich kann mich auch nicht über diesen Berufszweig groß beschweren, denn immerhin habe ich eine sehr gute Stelle im letzten Jahr mit Hilfe einer sehr guten und kompetenten Personalvermittlerin gefunden. Sie hat auf Anhieb ein Angebot gefunden, das größenteils meinen Vorstellungen entsprach. Und mit diesem ersten Angebot habe ich mich dann auch entschlossen den Arbeitgeber zu wechseln und bin recht zufrieden mit meiner Entscheidung.

Doch es gibt auch andere Personalvermittler… die sind eher eine Plage. Sie versuchen mit aller Macht Kontakt aufzunehmen und denken, sie wären die einzigen, die gute Jobs im Portfolio haben. In meiner Zeit in der Beratung habe ich schon oft mit den hanebüchenen Stories zu tun gehabt, mit denen die Headhunter versucht haben, an unserer Rezeption vorbei zu telefonieren und mich zu erreichen. Der unverschämteste Headhunter behauptete doch tatsächlich, dass er mit mir unbedingt über meine Vorlesung, die ich an der Uni Heidelberg halten würde, sprechen müsste. Müßig zu sagen, dass sowas leicht als plumper Versuch enthüllt wird. Ich habe mal einem Headhunter versucht zu erklären, dass ich ein solches Gebahren höchst unsersiös finde und ich unter solchen Umständen absolut nicht bereit wäre (selbst wenn ich Wechselabsichten hätte), diesen Menschen meine berufliche Karriere anzuvertrauen. Denn es gehört da schon ein nicht unwesentliches Maß an Vertrauen dazu, wenn ich meine weitere berufliche Entwicklung in die Hände eines Personalvermittlers lege.

Und neben diesen Kontaktversuchen gibt es noch die, die mich über mein XING-Profil kontaktieren. Die meisten sind harmlos und ich lese interessehalber mir mal die Nachricht durch und das war es. Häufig merkt man schnell, dass die Vermitteler das Profil nicht vollständig gelesen haben und bieten Dinge an, die absolut nicht zu meiner Qualifikation passen. Offenbar verschicken diese Zeitgenossen einfach nur wahllos ihren Serienbrief an alle Profile, die ihre Suchanfrage bei XING ausgespuckt hat. Aber es geht noch plumper. Carolin hatte offenbar überhaupt keine Lust sich mein Profil anzuschauen und zu überlegen, ob die mir einen Job, der zu mir passt, anbieten könne. Und so bekam ich folgende Nachricht:

2014-06-28 13_37_51-Karriere _ XING

Ich war echt sprachlos, weil das war echt eine läbsche Art. Das schrie regelrecht nach einer Antwort. Und so habe ich auf Facebook gefragt, welchen Job als Antwort geben sollte. Die Beteiligung war rege und ich habe mich daraufhin für den Bundespräsidenten entschieden. Hier meine Antwort:

Hallo Frau D.,

erstmal vielen herzlichen Dank für Ihre Nachricht. Sie hat mich tatsächlich zum Nachdenken angeregt und ich denke, dass ich mich in der Tat beruflich neu orientieren sollte. Dabei glaube ich, dass ich hier gar neue Wege beschreiten sollte. Um Ihre plumpe Anfrage ganz konkret zu beantworten: Ja, da gibt es eine Stelle, die mich zu einem Arbeitgeberwechsel überzeugen könnte, nämlich die des Bundespräsidenten. Ich bin nach langer Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass ich hierzu alle notwendigen Voraussetzungen mitbringe:

* Ich bin deutscher Staatsbürger.
* Ich bin über 40 Jahre alt – leider!
* Ich besitze das Wahlrecht.

Darüberhinaus bin ich integer und habe mich auch noch nie zu einem Mallorca-Urlaub einladen lassen.

Alles in allem denke ich, dass ich zu dieser Stelle geeignet bin. Außerdem habe ich dann nur noch repräsentative Pflichten und muss keine Verantwortung mehr im Job übernehmen. Und das bei einer besseren Bezahlung und großzügigen Altersvorsorge. Außerdem bekäme ich einen fetten Dienstwagen und eine schnucklige Dienstwohnung in Berlin. Da kann mein Arbeitgeber leider nicht mithalten. Die Konditionen erscheinen mir so attraktiv, dass ich in Kauf nehmen würde, dass die Stelle zunächst nur auf fünf Jahre befristet wäre.

Ich würde mich freuen, wenn Sie hierzu ein Bewerbungsinterview arrangieren könnte. Sobald Sie hierzu Terminvorschläge haben, dürfen Sie sich jederzeit bei mir melden. Sie erreichen mich telefonisch unter der Nummer: 0163-1737743

So verbleibe ich mich mit freundlichen Grüßen
Dr. Dirk P.

Leider habe ich die Fähigkeiten der FRau etwas überschätzt, denn bislang habe ich noch keine Antwort zu meinem Schreiben erhalten. Dabei habe ich mich schon im Schloß Bellevue gesehen…

In diesem Sinne
Tot ziens

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